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Werders Transferüberschuss: Kein Stammspieler soll mehr verkauft werden



Der SV Werder Bremen plant, für das neue Geschäftsjahr einen mittleren siebenstelligen Betrag durch Transfers einzunehmen. Intern ist man jedoch optimistisch, dafür keinen Stammspieler mehr verkaufen zu müssen. Ein anderer Abgang steht mit Jan-Niklas Beste bevor.

Er bastelt weiter am finalen Kader für die Bundesliga: Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.


Er bastelt weiter am finalen Kader für die Bundesliga: Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.

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Im vergangenen Sommer erlöste der SV Werder Bremen über 30 Millionen Euro durch Spielerverkäufe – auch, weil der Klub nach dem Abstieg in die 2. Liga aus Liquiditätsgründen finanziell gehörig unter Druck stand. Ein zusätzlich aufgenommenes Darlehen und eine Mittelstandsleihe im Gesamtvolumen von 37 Millionen Euro verschafften den Bremern die vom Geschäftsführer Finanzen, Klaus Filbry, vor rund einem Jahr viel zitierte “Beinfreiheit”.


Dennoch müssen diese stattlichen Verbindlichkeiten in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden; insofern hat der Aufsteiger weiterhin mit Augenmaß zu wirtschaften. Für die neue Saison wurde sich in Bremen das Ziel gesetzt, einen mittleren siebenstelligen Betrag als Transferüberschuss zu erzielen. Darin einkalkuliert sind bereits die knapp unter 1,5 Millionen Euro, die Legia Warschau für die gezogene Kaufoption des in der vergangenen Saison ausgeliehenen Innenverteidigers Maik Nawrocki an Werder entrichtete. Ebenso wie die kolportierten 200.000 Euro, die der feste Abgang des zuvor bereits ausgeliehenen Luc Ihorst zu Eintracht Braunschweig einbrachte.

Mindestens eine Million an erneuten Nachzahlungen einkalkuliert


Bis zum Saisonende rechnen die Bremer zudem mit variablen Nachzahlungen in Höhe von mindestens einer Million Euro. Bereits in dem zum 30. Juni auslaufenden Geschäftsjahr erlöste Werder für die im vergangenen Sommer verkauften Spieler wie Maximilian Eggestein (Freiburg), Kevin Möhwald (Union Berlin), Ludwig Augustinsson (FC Sevilla) sowie Milot Rashica und Josh Sargent (beide Norwich City) an Erfolge und Einsätze geknüpfte Bonuszahlungen in kumulierter Höhe von rund 3,5 Millionen Euro.


Auch der bereits 2020 transferierte Davy Klaassen brachte noch einen Nachschlag, indem er mit Ajax Amsterdam niederländischer Meister wurde. Sollte es zu Weiterverkäufen jener Ex-Werder-Profis kommen, könnte der Klub zusätzlich noch mal profitieren. Rashica jedenfalls will Norwich nach dem Abstieg wieder verlassen.

Niedrige sechsstellige Summe für Beste


Darüber hinaus rechnet man in Bremen noch mit Ablöseeinnahmen für Spieler, die in dieser Transferperiode wechseln könnten. Jan-Niklas Beste, der zuletzt an Jahn Regensburg ausgeliehen war, steht nach kicker-Informationen vor einem Wechsel in die 2. Liga – der Transfer soll in den nächsten Tagen über die Bühne gehen. Auch der an den Karlsruher SC verliehene Benjamin Goller spielt aufgrund der gestiegenen Anforderungen nach dem Aufstieg eigentlich keine größere Rolle in den Bundesliga-Planungen. Allerdings wird der 23-Jährige nach aktuellem Stand erst mal zu Werder zurückkehren, weil ein dauerhafter Verbleib in Karlsruhe für den Zweitligisten nach kicker-Informationen finanziell nicht darstellbar ist.


Beste wird dem Aufsteiger eine niedrige sechsstellige Summe einbringen und auch Goller, der noch ein Jahr Vertrag in Bremen besitzt, würde nicht ablösefrei abgegeben werden – sicherlich auch vor dem Hintergrund der avisierten Transfereinnahmen. Grundsätzlich besteht im Verein daher die Zuversicht, die Erlösziele zu erreichen, ohne dass noch ein Stammspieler verkauft werden muss. Mit Marco Friedl, der in der Bundesliga zumindest Interesse weckt, soll so etwa weiterhin der 2023 auslaufende Vertrag verlängert werden. Dabei befinde man sich auf einem guten Weg, heißt es.



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