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Ukraine-Krieg: ++ Selenskyj traut Russland nicht ++




Liveblog

Stand: 30.03.2022 01:09 Uhr

Der ukrainische Präsident Selenskyj sieht zwar “positive Signale” nach den Verhandlungen in Istanbul, hat aber weiter Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Russlands. In Mariupol wurde offenbar ein EU-Büro beschossen. Die Entwicklungen im Liveblog.

01:09 Uhr

In Deutschland fast 100 Millionen Euro eingefroren

Banken in Deutschland haben im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen russische Firmen und Privatpersonen bislang knapp 100 Millionen Euro eingefroren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Es ist das erste Mal seit Inkrafttreten der Sanktionen Ende Februar, dass die Bundesregierung Auskunft über eingefrorene Vermögenswerte gibt.

00:59 Uhr

Selenskyj: Russland kann nicht getraut werden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bezüglich der Verhandlungen mit Russland auf fehlende Vertrauenswürdigkeit der anderen Seite verwiesen. In einer Videoansprache am Abend sagte Selenskyj, bei den Gesprächen zwischen einer ukrainischen und einer russischen Delegation habe es positive Signale gegeben. Die “mutigen und effektiven Maßnahmen” ukrainischer Soldaten hätten Russland dazu gezwungen, seinen Einsatz in der Gegend von Kiew und Tschernihiw in der Ukraine einzuschränken.

Russland hatte nach Verhandlungen gestern in Istanbul angekündigt, seinen Militäreinsatz nahe Kiew und Tschernihiw erheblich einzuschränken. Die USA und andere äußerten sich darüber skeptisch. Die Ukrainer würden mit dem Verhandlungsprozess weitermachen und dabei selbst über den Umfang entscheiden, sagte Selenskyj. Die ukrainische Delegation werde “bei Souveränität und territorialer Integrität” keine Kompromisse machen. Selenskyj betonte, dass er misstrauisch gegenüber Vertretern Russlands sei – das Land versuche weiterhin, die Ukraine zu zerstören.

00:25 Uhr

Britischer Geheimdienst: Offensive bei Kiew gescheitert

Die britische Militäraufklärung betrachtet die russische Offensive zur Einkesselung der ukrainischen Hauptstadt Kiew als gescheitert. Das verlautete am Abend aus einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

Britische Militärexperten hielten es nunmehr für “höchst wahrscheinlich”, dass Russland seine Kampfkraft aus dem Norden der Ukraine in den Südosten des Landes verlege. Dort solle jetzt die Offensive in der Region Luhansk und Donezk verstärkt werden. Schon vor Beginn des Krieges begann die Regierung in London damit, in ungewöhnlich offener Art und Weise Geheimdienstinformationen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Seit Wochen veröffentlicht die Regierung nun tägliche Einschätzungen zum Verlauf des Angriffskrieges.

00:23 Uhr

Offenbar EU-Büro von Russland beschossen

Eine Vertretung der EU-Beratermission in der Ukraine ist nach Angaben des EU-Chefdiplomaten Josep Borrell von Russland beschossen worden. Man habe glaubwürdige Informationen darüber erhalten, dass die Räumlichkeiten der Außenstelle Mariupol der EU-Beratungsmission in der Ukraine vor kurzem unter russischen Beschuss geraten sei. Das Büro und die Ausrüstung seien stark beschädigt worden. Missionsmitglieder wurden den Angaben zufolge nicht verletzt.

00:59 Uhr

UN: Humanitäre Krise ist “Katastrophe auf Katastrophe”

Die humanitäre Krise in der Ukraine als Folge des russischen Angriffskriegs ist nach Ansicht des Chefs des UN-Welternährungsprogramms, David Beasley, “eine Katastrophe auf einer Katastrophe”. Bereits vor dem Krieg habe es beispielsweise im Jemen oder an einigen Orten Afrikas schlimme Hunger-Krisen gegeben, wo man nur mit großen Mühen ausreichend helfen habe können, sagte Beasley vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Nun sei die Krise in der Ukraine noch dazugekommen.

Das Land sei innerhalb weniger Wochen “vom Brotkorb zu Brot-Schlangen” verändert worden. Die Folgen weltweit könnten in Hinblick auf die Versorgung von Hungerleidenden die schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg sein, warnte Beasley vor dem Sicherheitsrat, der zum wiederholten Male zu einer Diskussion über die humanitäre Situation in der Ukraine zusammengekommen war.



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