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Ralf Rangnick: “Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit diesem Ergebnis”



Die österreichischen Fußballfans jubelten am Freitag über ein 1:1-Unentschieden gegen Frankreich. Während die Euphorie im Wiener Ernst-Happel-Stadion kaum Grenzen kannte, war Teamchef Ralf Rangnick mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden.

Unzufrieden mit dem Ergebnis: Ralf Rangnick.


Unzufrieden mit dem Ergebnis: Ralf Rangnick.

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Österreich-Teamchef Ralf Rangnick durfte sich schon vor Spielbeginn gegen Frankreich als kleiner Sieger fühlen. In nur zwei Partien – darunter sogar eine 1:2-Niederlage gegen Dänemark – hatte der 63-Jährige in der Alpenrepublik eine Art Aufbruchsstimmung ausgelöst. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie war das Ernst-Happel-Stadion (nahezu) ausverkauft, lediglich der Sektor der mitgereisten Auswärtsfans war nicht bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt.


Dass sich Rangnick an diesem Freitagabend nicht noch ein zweites Mal als Sieger fühlen durfte, lag dann an der Extraklasse von Kylian Mbappé. Der Superstar von Paris-Saint-Germain nutzte einen vermeidbaren Ballverlust der Österreich in Minute 83 eiskalt aus und ließ dem ansonsten so starken Patrick Pentz im Tor der Hausherren keine Chance.

Rangnick nimmt keine Glückwünsche entgegen


Angesichts des späten Gegentreffers zeigte sich Rangnick im “ORF”-Interview verärgert: “Ich glaube nicht, dass es irgendetwas zum Gratulieren gibt. Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit diesem Ergebnis, weil wenn du bis zur 83. Minute 1:0 führst – und wir bis dahin aus dem Spiel heraus nicht allzu viel zugelassen haben – und dann bei einem Freistoß so ein Tor weggibst, dann gibt es bei mir gerade nichts, was sich anfühlt wie Gratulieren.”


Dass Rangnicks Laune nicht noch schlechter war, hatte er seinem Torhüter zu verdanken. Mit sensationellen Paraden bewahrte Pentz seine Mannschaft nicht nur einmal vor einem Gegentreffer, die wichtigste Tat gelang dem 25-Jährigen in Minute 87 gegen Mbappé. “Man muss sagen, dass es gegen so eine Weltklasse-Truppe immer Spaß macht. Aber ist natürlich schwer zu spielen, das hat man auch gesehen”, meinte Pentz.


“Patrick hat schon gegen Dänemark ein gutes Spiel gemacht und heute auch”, befand Rangnick. Geklärt sei die Torhüterfrage im österreichischen Nationalteam damit aber noch nicht. Schon gegen Dänemark könnte wieder Heinz Lindner zwischen den Pfosten stehen. Grundsätzlich zeigte sich Rangnick mit den Leistungen der Torhüter “absolut zufrieden”.

Weimann nutzt seine Chance


Nicht zwingend weniger Konkurrenzkampf gibt es im Sturm der ÖFB-Elf. Einer, der seine Chance am Freitag eindrucksvoll nutzte, war Andreas Weimann. Der Bristol-Legionär erzielte in der 37. Minute sein ersten Tor im rot-weiß-roten Trikot. “Ich habe lange gewartet, dass ich mein erstes Teamtor schieße. Es hätte kein besseres Spiel geben können. Leider haben wir es am Ende nicht geschafft, dass wir gewinnen, aber ich glaube, wir haben sehr gut gespielt.”


Für den Führungstreffer gab es vom Teamchef ein Sonderlob: “Das Tor war fantastisch herausgespielt.” Der Ärger ob des späten Ausgleichs war Rangnick aber auch bei der Pressekonferenz noch anzumerken: “In der Regel dauert es schon 24 Stunden, bis es verraucht ist.” Viel Zeit bleibt dem 63-Jährigen ohnehin nicht, um den Frust zu verdauen. Denn für das österreichische Nationalteam geht es bereits am Montag mit dem Auswärtsspiel in Dänemark weiter.



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