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Nach Corona-Pause: Münchner Oktoberfest findet wieder statt


Stand: 29.04.2022 13:33 Uhr

Das Münchner Oktoberfest findet 2022 nach zweijähriger Corona-Pause wieder statt. Das teilte Münchens Oberbürgermeister Reiter mit. Pandemie-Auflagen soll es nicht geben. Wirte und Schausteller begrüßten die Entscheidung.

Nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie findet in diesem Jahr in München wieder das Oktoberfest statt. Das teilte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit. Zugangsbeschränkungen soll es demnach nicht geben.

“Ich freue mich auf die Wiesn 2022”, sagte Reiter. Noch vor wenigen Wochen hatte er gesagt, eine Wiesn sei ohne Zugangsbeschränkungen schwer vorstellbar. Inzwischen habe sich aber der rechtliche Rahmen geändert, betonte er: “Das Oktoberfest geht nur ganz oder gar nicht.”

Am 17. September soll es somit auf der Theresienwiese wieder losgehen. Das Fest dauert bis zum 3. Oktober. Rund sechs Millionen Besucher lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an.

Wirtesprecher: “Nicht in Worte zu fassen”

“Das ist fast nicht in Worte zu fassen. Es ist schön, wirklich», sagte Peter Inselkammer, Wirtesprecher und Wirt des Armbrustschützenzelts, im BR. Schausteller-Sprecherin Yvonne Heckl sagte: “Ich bin sprachlos. Ich kann’s noch gar nicht fassen. Ich könnte eigentlich heulen vor lauter Freude.”

Auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA begrüßte die Entscheidung. Diese “war unter den gegebenen Umständen alles andere als einfach, sie verdient deshalb Respekt”, sagte DEHOGA-Bayern-Präsidentin, Angela Inselkammer.

Söder: “Ich finde, wir sollten das tun”

In den Jahren 2020 und 2021 war das Oktoberfest wegen Covid-19 abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes sonst nur in Kriegszeiten.

Mittlerweile sind im Freistaat die Corona-Auflagen für Volksfeste weggefallen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte klargestellt, dass das Oktoberfest nach seiner Überzeugung “zumindest nach rechtlichen Gesichtspunkten” stattfinden müsse. “Ich finde, wir sollten das tun”, sagte er. Die Entscheidung, ob und wie Volksfeste stattfinden, treffen allerdings die jeweiligen Kommunen. Somit lag der Ball bei der Landeshauptstadt.

Es würden Konzepte entwickelt, wie die Wiesn 2022 stattfinden könne und die Gäste so sicher wie irgend möglich Spaß haben könnten, hatte Reiter im vergangenen September gesagt. Kurzzeitig war überlegt worden, ob das Fest wegen der im Herbst steigenden Infektionszahlen vorverlegt werden könnte. Das wurde aber rasch verworfen.

Debatte über Fest in Kriegszeiten

Zuletzt war nach einem Auftritt des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko im Münchner Stadtrat per Live-Schalte debattiert worden, ob angesichts des Krieges und des Leidens der Menschen fröhlich gefeiert werden könne.

Die Wiesnwirte hatten entgegnet, es trage zur Völkerverständigung bei, wenn Menschen aus aller Welt friedlich zusammen feierten. Argumentiert wurde auch, eine Absage spiele eher Kremlchef Wladimir Putin in die Hände, weil dies seine Macht zeige.



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