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Leichte Kursgewinne voraus: DAX-Bullen lassen nicht locker




Marktbericht

Stand: 28.03.2022 07:45 Uhr

Die Erholungsbewegung im DAX war zuletzt ins Stocken geraten. Doch die Käufer im DAX lassen sich trotz der anhaltenden Risiken und jüngsten Rückschläge offenbar nicht ins Bockshorn jagen.

Der DAX dürfte mit einem kleinen Aufschlag in die neue Handelswoche starten. Der Broker IG taxiert die deutschen Standardwerte 0,3 Prozent höher bei 14.342 Punkten. Am Freitag war erneut ein Erholungsversuch im DAX erfolglos ausgelaufen. Die deutschen Standardwerte hatten sich im Tagesverlauf bis auf 14.428 Punkte nach oben gewagt, am Ende schmolz das Plus auf magere 0,2 Prozent auf 14.306 Punkte zusammen.

Auf der Oberseite bilden damit weiterhin die beiden Verlaufshochs bei 14.539/14.553 Punkten zusammen mit der Abwärtskurslücke vom Februar (14.568/14.586 Punkte) eine massive Widerstandszone. Diese gilt es unbedingt zu überwinden, wollte der DAX seine Erholungsbewegung fortsetzen.

Experte: Aktien-Perspektiven “stark eingetrübt”

Die Ängste vor einer weiteren Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes und einer zu raschen Zinsstraffung der US-Notenbank dürften die Aktienmärkte auch zu Wochenbeginn weiter in Schach halten.

Mit jeder weiteren Konfliktwoche spitze sich die Wirtschaftslage zu, erwartet Andreas Lipkow, Marktexperte von Comdirect. “Die Marktteilnehmer bleiben nervös und dürften sich mit neuen Engagements bei deutschen Aktien weiter zurückhalten.” Die Perspektiven für europäische Aktien seien allgemein inzwischen “stark eingetrübt”.

Dow und Nasdaq ohne gemeinsame Richtung

Von den US-Börsen kommen uneinheitliche Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 0,4 Prozent höher auf 34.861 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 4543 Punkte zu. Der Tech-Sektor hingegen schwächelte nach seiner jüngsten Erholungsrally. Der technologielastige Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 14.169 Punkte nach.

Die Investoren würden ihre Wachstumserwartungen neu adjustieren angesichts der anhaltenden Inflation, der geopolitischen Turbulenzen und dem neuen geldpolitischen Kurs, sagte Investmentexperte Mike Loewengart von Morgan Stanley.

Kursverluste im Nikkei

Negative Impulse für den Aktienhandel in Europa kommen von den asiatischen Märkten. Anleger sorgen sich wegen des Lockdowns im chinesischen Finanzzentrum Shanghai. Um die 26 Millionen Einwohner auf das Coronavirus zu testen, wird das öffentliche Leben dort von heute an bis zum 05. April in zwei Stufen heruntergefahren.

Die Börse in Tokio zeigt sich aktuell schwächer mit einem Minus von 0,5 Prozent. Nachdem in Europa am Wochenende die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt wurden, wird in Tokio nun wieder bis um 8 Uhr MEZ gehandelt. In Japan herrscht ganzjährig Winterzeit.

Ölpreise fallen weiter

Rückenwind für die Aktienmärkte kommt von den weiter fallenden Ölpreisen. Das Barrel Brent kostet im frühen Handel 117,41 Dollar und damit 2,7 Prozent weniger. Am 7. März war der Preis für die Nordseesorte noch bis auf 137 Dollar gestiegen. Zuletzt hatten nachlassende Ängste vor längerfristigen Ausfällen kasachischer Lieferungen die Preise gedrückt.

Euro wieder unter 1,10

Der Dollar zeigt sich im asiatischen Devisenhandel stärker. Im Gegenzug fällt der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0951 Dollar und rutscht damit wieder unter die Marke von 1,10 Dollar. Der Goldpreis gibt 0,8 Prozent nach auf 1942 Dollar je Feinunze.

Deutsche Bank: Von Moltke wird Vize-Vorstandsvorsitzender

Die Deutsche Bank hat Finanzchef James von Moltke zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden befördert. Von Moltke werde die neue Position mit sofortiger Wirkung neben seiner Aufgabe als Finanzchef übernehmen, teilte der DAX-Konzern mit. Von Moltke ist seit Juli 2017 Finanzchef. Er kam von der US-Großbank Citigroup.

Daimler Truck: elektrische Lkw dauerhaft teurer

Angesichts steigender Rohstoffkosten rechnet Daimler Truck damit, dass elektrische Lastwagen dauerhaft teurer sind als jene mit Verbrennungsmotor. Daimler-Truck-Chef Martin Daum verlangte in der “Financial Times” staatliche Unterstützung zum Ausgleich der Zusatzkosten von batteriebetriebenen Fahrzeugen. Anderenfalls werde der Preis eines solchen Lastwagens auf Dauer über dem Preis eines Lkw mit herkömmlichem Antrieb liegen.

Etappensieg für CTS Eventim im Maut-Streit

Das Scheitern der Pkw-Maut könnte für den deutschen Staat ein teures Nachspiel haben. Ein Schiedsgericht sprach den als Betreiber des Mautsystems ausgewählten Unternehmen CTS Eventim und Kapsch Trafficom grundsätzlich einen Schadenersatzanspruch zu, wie sie übereinstimmend mitteilten.

Tesla erringt Sieg bei US-Verkehrssicherheitsbehörde

Tesla hat bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde einen Sieg errungen, der andere Autobauer Hunderte von Millionen Dollar kosten könnte. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, deren Entscheidung von Reuters eingesehen wurde, hat wieder höhere Strafen für Autohersteller eingeführt, die in den letzten Jahren die Anforderungen an die Kraftstoffeffizienz nicht erfüllt haben.

Versicherer Zurich entfernt Logo “Z”

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich vermeidet vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine das Firmenlogo “Z”. “Wir entfernen vorübergehend die Verwendung des Buchstabens “Z” aus sozialen Kanälen, wo er isoliert erscheint und missverstanden werden könnte”, bestätigte das Unternehmen. Der Buchstabe ist in Russland zum Symbol für den Krieg geworden.



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