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Justiz: Dreifachmord-Prozess geht in Schlussphase


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Dreifachmord-Prozess geht in Schlussphase

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

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Der Dreifachmord-Prozess gegen einen Zahnarzt aus Westensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) geht in die Schlussphase. Am heutigen Mittwoch werden vor dem Kieler Schwurgericht die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertretung und Verteidigung erwartet. Die Öffentlichkeit ist währenddessen ausgeschlossen. Dies ist nach dem Gerichtsverfassungsgesetz vorgeschrieben, weil zwei Zeuginnen über ihre mutmaßlichen Affären mit dem Angeklagten nicht öffentlich aussagten. Welches Strafmaß die Juristen jeweils beantragt haben, teilt ein Gerichtssprecher danach mit. Das Urteil ist am 4. April geplant.

Der Dreifachmord-Prozess gegen einen Zahnarzt aus Westensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) geht in die Schlussphase. Am heutigen Mittwoch werden vor dem Kieler Schwurgericht die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertretung und Verteidigung erwartet. Die Öffentlichkeit ist währenddessen ausgeschlossen. Dies ist nach dem Gerichtsverfassungsgesetz vorgeschrieben, weil zwei Zeuginnen über ihre mutmaßlichen Affären mit dem Angeklagten nicht öffentlich aussagten. Welches Strafmaß die Juristen jeweils beantragt haben, teilt ein Gerichtssprecher danach mit. Das Urteil ist am 4. April geplant.

Nach Angaben des Gerichtssprechers will die Strafkammer vor den Plädoyers ihre Entscheidung über einen Antrag der Verteidigung auf ein neues psychiatrisches Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten mitteilen. Sollte dem stattgegeben werden, würden sich Schlussanträge und Urteil verschieben. Das erste Facharzt-Gutachten hatte den 48-Jährigen als voll schuldfähig eingestuft. Die Verteidiger kritisieren es als mangelhaft.

Der Zahnarzt ist wegen dreifachen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Demnach erschoss er zunächst in Dänischenhagen seine Ehefrau und deren neuen Bekannten – sie, um sie wegen der Trennung zu bestrafen und ihn wegen der Beziehung zu ihr. Das dritte Opfer, einen gemeinsamen Bekannten von ihm und seiner Frau, tötete er in Kiel. Ihn soll er für das Scheitern der Ehe verantwortlich gemacht haben. Der Angeklagte hat die Taten gestanden, sie aber als «irreal» bezeichnet.

Dem Deutschen drohen lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre eine Strafaussetzung zur Bewährung nach fünfzehn Jahren auch bei dann günstiger Täterprognose unwahrscheinlich.

dpa



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