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Geheime Auswertung! Ein Supermarkt hat die meisten Lebensmittel teurer gemacht


Supermärkte und Discounter reagieren auf die höheren Produktions- und Lieferkosten. Sie geben die Kosten an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter. Hintergrund? Viele Hersteller hatten angesichts der gestiegenen Rohstoff-, Sprit- und Energiepreise an der Preisschraube gedreht. Gleichzeitig kommt es wegen des Ukraine-Kriegs zu Produktionsausfällen und Engpässen.

Aldi Süd und Aldi Nord hatten vor rund einer Woche rund 160 Produkte im Discounter-Regal angehoben.In dieser Woche folgten weitere 30 Produkte. Zählt man auch die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Packungsgrößen oder andere sogenannte Varianten hinzu, kommt man auf rund 420 Positionen, die innerhalb von zwei Wochen teurer geworden sind.

Die Anpassungen hatten zur Folge, dass seit dem vergangenen Wochenende die Preise in nahezu allen Supermärkten und bei den Discounter-Märkten angehoben wurden. Gleichzeitig passten auch Drogerie-Firmen wie Rossmann, dm und Müller die Preise am Regal an.

Hier ein paar Beispiele:

  • Deodorant von Rexona (Roll On Antitranspirant) statt 1,79 Euro jetzt 1,95 Euro.
  • Flüssigseife von Balea (Himbeere & Magnolie Nachfüllpack) statt 75 Cent jetzt 85 Cent.
  • Zahnpasta von Parodont expert statt 3,95 Euro jetzt 4,95 Euro.

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Supermärkte mit den meisten Preisanpassungen  

Nach FOCUS-Online-Information verzeichneten dabei die Vollsortimenter Rewe und Edeka die meisten Preisanpassungen. Konkret geht es um fast über 600 Positionen, die sich innerhalb der vergangenen Tage erhöht haben.

Dabei geht es um Varianten. Also von einer Marke können mehrere Sorten, Geschmacksrichtungen und Packungsgrößen betroffen sein. Im Fokus der Anpassungen stehen Mehl, Zucker, Speiseöl, Bier, Toilettenpapier, Milch, Putzmittel, Cola, Schokolade und Kaffee. Eine interne Auswertung liegt FOCUS Online exklusiv vor.

Es folgen die Anbieter Kaufland, HIT und Marktkauf mit rund 400 Varianten-Artikeln.

„Die Lage ist höchst angespannt und dynamisch“, sagt ein Brancheninsider. „Es wäre falsch zu behaupten, dass nur Aldi oder Lidl die Preise angehoben hätten“.

Ein Rewe-Kaufmann aus München sagt sogar: „Wir haben die Spitze des Eisbergs noch nicht erreicht. Uns fehlt derzeit auch die Planbarkeit. Wir wissen nicht, was kommt.“ Senf und Aprikosen-Marmelade könnte schon bald knapp oder „richtig teurer“ werden. Die Rewe-Pressestelle hatte eine Anfrage von FOCUS Online vom vergangenen Mittwoch nicht beantwortet.

Hit, Kaufland, Lidl, Penny und Netto Marken-Discount ziehen auch Preise an

Nachdem die „Lebensmittel Zeitung“ erstmals über die Preisanpassungen bei Aldi Süd und Aldi Nord berichtet hatte, reagierten auch die Supermärkte. Hit, Kaufland, Lidl, Penny, Netto (in Norddeutschland) und Netto-Marken Discount hoben ebenfalls die Preise an.

Konkret verteuerten sich Paprika-Chips, Mineralwasser, Bier, Milch, Kaffee, Hackfleisch, Nudeln, Speiseöl, Mehl, Mais und Fisch aus der Konserve. Im Drogeriesegment gab es Anpassungen bei Zahnpasta, Seife, Shampoo und Putzmittel.

Wie sparen Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt im Supermarkt?

Gänzlich lassen sich die Preisanpassungen nicht umgehen.

Wer dennoch sparen will, sollte sich über Aktionsangebote informieren. Diese stehen in den wöchentlichen Prospekten, in Apps und auf den Online-Seiten der Märkte. Sofern Sie digitale Lösungen suchen, sollten Sie immer darauf achten, dass Sie Angebote aus Ihrem Wohnort mittels Postleitzahl angezeigt bekommen.

Saisonales Obst und Gemüse kann das Haushaltsbudget senken. Produkte, die lange Fahrtwege in Kauf nehmen, sind teurer. Ein Fallbeispiel: Bananen sind im Vergleich zum Dezember fast 20 Prozent teurer geworden, Avocados sogar um 30 Prozent. Für eine Kiwi verlangen Supermärkte teilweise bis zu 50 Cent. Im Vorjahr waren es noch maximal 39 Cent.

Kaufen Sie Großpackungen. Weil Bundesbürgerinnen und Bundesbürger größere Mengen an Lebensmitteln kaufen, haben Hersteller verstärkt XXL- und Familienpackungen im Angebot. Hier sollten Sie aber unbedingt immer die 100-Gramm- oder den Kilopreis auf dem Preisschild mit der „normalen“ Packung vergleichen. In vielen Fällen liegt die Ersparnis wesentlich niedriger als vielleicht erhofft.

Es ist außerdem ratsam bei mehreren Händlern einzukaufen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher hatten sich angesichts der Corona-Pandemie angewohnt bei einem Supermarkt einzukaufen. Dieses One-Stop-Shopping-Konzept geht aber ins Geld.

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