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Frühjahrs-Kur fürs Fahrrad – kicker



Endlich ist es Frühling. Die einen reaktivieren das Fahrrad jetzt wieder, die anderen – die unverdrossen auch durch die kalte Jahreszeit geradelt sind – freuen sich, im Sattel nicht mehr auf kalten Gegenwind zu stoßen. Sowohl nach einer längeren Standzeit als auch nach der besonders strapaziösen Beanspruchung im Winter sollte jetzt ein Frühjahrscheck erfolgen. Den kann man selbst durchführen, aber auch den Fachleuten einer Werkstatt überlassen. Die wichtigsten Schritte:

Fahrrad: Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt sich ein gründlicher Check.


Fahrrad: Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt sich ein gründlicher Check.

pd-f/Gunnar Fehlau

Reinigen


Warum erst putzen? Weil nur das saubere Bike besonders gravierende Probleme wie Risse oder Verformungen am Rahmen erkennen lässt. Ergibt die Sichtprobe solche Schäden, dann ist gleich die Werkstatt gefragt. Hochdruckreiniger gehen bei der Reinigung zwar effektiv vor, sollten am Fahrrad aber nicht unbedingt eingesetzt werden, da sie Schmutz und Wasser in Lager und Dichtungen pressen und andererseits Fett aus den Lagern drücken können. Besser ist es, groben Schmutz zunächst mit einer Bürste zu entfernen und dann mit warmem Wasser, versetzt mit Fahrradreiniger oder etwas Spülmittel, sowie mit einem Lappen vorzugehen. Abschließend das Bike trocken reiben.

Kette pflegen


Das ist auch eine sicherheitsrelevante Arbeit. “Eine schlecht gepflegte Kette verschleißt schneller und kann dadurch andere Teile wie die Kassette in Mitleidenschaft ziehen”, sagt Josh Schenk, Werkstattleiter beim Pressedienst Fahrrad. “Schlimmstenfalls reißt sie, was zu einem Sturz führen kann”. Auch die Kette wird zunächst gereinigt. Im ersten Schritt empfiehlt sich das Einsprühen mit einem Kettenreinigungsmittel, danach helfen ein Tuch, ein Pinsel oder eine feine Bürste, bevor das wichtige Bauteil von innen geölt wird. Dabei sollte nicht zu viel Schmierstoff verwendet werden. Überschüssiges Öl wird abgewischt. Bei Bikes mit Kettenschaltung empfiehlt es sich, im Rahmen einer kurzen Probefahrt alle Gänge durchzuschalten, damit sich das Öl gut verteilen kann.

Bremsen checken


Quietschen die Bremsen, schleifen sie, greifen sie nicht richtig oder nur verzögert? Das sind Indikatoren dafür, dass die Beläge verschlissen sind und erneuert werden müssen. Als weitere Kontrollinstanz empfiehlt sich der prüfende Blick – jede Seite sollte noch mindestens einen Millimeter an Belag aufweisen, “Fransen” dürfen nicht zu erkennen sein. Lässt sich bei einem hydraulischen Bremssystem der Bremshebel allzu leicht ziehen, ist eine Entlüftung und eventuell ein Austausch der Bremsflüssigkeit erforderlich. Dies überlässt man am besten der Werkstatt.

Reifen überprüfen


Wenn die Reifen Risse, poröse Stellen oder eine zu geringe Profiltiefe aufweisen, müssen sie ausgetauscht werden. Der richtige Reifendruck wiederum ist auf der Flanke vermerkt. Liegt er zu niedrig, erhöht sich der Rollwiderstand, damit steigt auch die Pannenanfälligkeit, zudem wird das Radeln anstrengender. Als geeignetes Hilfsmittel sollte eine Standpumpe mit integriertem Manometer verwendet werden.

Akku kontrollieren


Speziell beim E-Bike verdient der Akku eine Kontrolle. “Die Kontakte der Akkuaufnahme müssen auf Korrosion geprüft werden und bei Bedarf mit einem Tuch gesäubert werden”, sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Gibt der Energiespeicher kein Lebenszeichen mehr von sich, darf er keinesfalls in Eigenregie geöffnet werden. In diesem Fall ist der Profi der richtige Ansprechpartner.

Blick auf die Beleuchtung


Reflektoren und Lampen müssen nicht nur während der dunklen Jahreszeit vollständig am Rad vorhanden sein, sich in sauberem Zustand befinden und einwandfrei arbeiten. Wenn das Licht nicht funktioniert, kann eine lose Steckverbindung zwischen Dynamo und Scheinwerfer die Ursache sein, die sich zumeist einfach wiederherstellen lässt. Damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird, muss auch bei Batterie- oder Akkuleuchten die Einstellung stimmen. Dies ist dann gewährleistet, wenn die sogenannte Hell-Dunkel-Grenze am vorderen Ende des Lichtkegels klar auf der Fahrbahn wahrzunehmen ist.



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