Sports

FC Bayern: Warum Ryan Gravenberch bislang “weniger spielt”



Ryan Gravenberch (20) muss sich beim FC Bayern noch gedulden. Julian Nagelsmann nennt zwei entscheidende Gründe.

Er darf in Zukunft auf mehr Spielzeit hoffen: Bayern-Neuzugang Ryan Gravenberch.


Er darf in Zukunft auf mehr Spielzeit hoffen: Bayern-Neuzugang Ryan Gravenberch.

imago images


Strahlend stapfte Ryan Gravenberch vor wenigen Wochen durch die Katakomben des Kölner Stadions. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz für den FC Bayern – im Pokalspiel bei Drittligist Viktoria (5:0) – hatte der niederländische Mittelfeldspieler vollends überzeugt, ein Tor vorbereitet und das wichtige 1:0 sehenswert selbst erzielt.


Gravenberch empfahl sich für höhere Aufgaben, seitdem kamen allerdings nur zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga und einer in der Champions League gegen Barcelona hinzu. Angesichts der Konkurrenz auf der Sechser-Position wenig überraschend: “Man braucht immer eine Grundstruktur und Stabilität, die ich mir wünsche”, erklärt Trainer Julian Nagelsmann. “Mit Sabi und Josh haben wir die am Anfang gehabt, jetzt ist Leon zurück, der es sehr gut gemacht hat nach seiner Einwechslung gegen Barça.”


Soll heißen: Gravenberch muss sich weiter gedulden. “Ich glaube, das wusste er auch”, sagt Nagelsmann über das für 18,5 Millionen Euro von Ajax verpflichtete Talent. “Er ist ja nach wie vor ein sehr junger Spieler, der ein bisschen Akklimatisierungszeit braucht. Das ist ganz normal. Er hat offensiv alle Qualitäten, die man braucht. Er ist unglaublich begabt mit dem Ball am Fuß, Raum zu überbrücken, sich aufzudrehen zwischen den Linien, hat einen super Abschluss.”


Defensiv muss er noch ein paar Schritte gehen.


Julian Nagelsmann über Gravenberch


Was ihm fehlt? “Defensiv muss er noch ein paar Schritte gehen”, findet der Trainer. “Das ist so der Grund, warum er vielleicht einen Tick weniger spielt.” Der zweite Grund also neben der Konkurrenz-Situation. Nagelsmann will das Gleichgewicht, das er mit Kimmich und Sabitzer gesehen hat, ungern aufgeben. “Wir spielen ja sehr oft mit vier Offensiven, haben mit Phonzie noch einen offensiven Außenverteidiger – da brauchen wir eine gute Balance auf den Sechser-Positionen.”

“Er hadert mir manchmal ein bisschen zu viel mit Fehlern”


Gravenberch wisse, führt Nagelsmann aus, dass er “defensiv noch ein bisschen zupacken muss. Aber er hat sich da schon entwickelt. Es ist bei ihm kein Problem der mangelnden Bereitschaft, sondern oft einfach ein Stück weit höheres Tempo in Ballverlust-Situationen oder Ballgewinn-Situationen für den Gegner, wo er ein bisschen früher schalten muss.” Ein weiteres Problem: “Er hadert mir manchmal ein bisschen zu viel mit Fehlern, deswegen hat er oft so eine Gedenk-Sekunde im Gegenpressing, wo er sich ärgert, dass der Ball weg ist. Was ja per se nicht schlecht ist, aber dann fehlen ihm so ein, zwei Sekunden.”


Grundsätzlich ist Nagelsmann mit all seinen Neuzugängen zufrieden, so auch mit Gravenberch. Er verspricht: “Er wird weiterhin eine gute Entwicklung nehmen und viel spielen bei uns.”



Source link

Leave a Reply

Your email address will not be published.