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Essens “bisschen andere Drittliga-Mannschaft” ist angekommen



Nach vier Spielen stand Rot-Weiss Essen auf dem letzten Tabellenplatz. Nun aber verließ RWE nach einer couragierten Leistung in Saarbrücken die Abstiegszone – das sorgt für gute Stimmung an der Hafenstraße.

Mit Teamgeist zum Erfolg: Rot-Weiss Essen.


Mit Teamgeist zum Erfolg: Rot-Weiss Essen.

IMAGO/Maximilian Koch


Die Freude war riesengroß, als Schiedsrichter Richard Hempel nach 95 Minuten die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken abpfiff. Dank einer couragierten Defensivleistung hatten die Essener eine 1:0-Führung über die Zeit gebracht, sich mit dem zweiten Saisonsieg belohnt und verließen am neunten Spieltag erstmals die Abstiegsränge – und das gegen einen bis dato ungeschlagenen Aufstiegsaspiranten.


“Die Mannschaft hat den Auftrag erfüllt. Wir haben versucht, Power und Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Das ist uns ganz gut gelungen”, resümierte ein “überglücklicher” Christoph Dabrowski, der seinem Team einen verdienten Sieg attestierte.

Dabrowski lobt “Garant” Golz


Dass die Führung nach 90 Minuten Bestand hatte, lag zu einem großen Teil an zwei Spielern. Zum einen Felix Götze, der Rot-Weiß Essen mit seinem Premierentreffer überhaupt erst in Führung gebracht hatte. Und Jakob Golz, der vor allem mit einer überragenden Rettungstat gegen Saarbrückens Stürmer Jacob den Sieg festhielt. “Er hat sich heute für die Mannschaft ausgezeichnet und war gerade in der Schlussphase ein Garant dafür, dass wir den Dreier in den Händen halten”, wusste auch Trainer Dabrowski, bei wem er sich zu bedanken hatte.


Ebenso freute sich Siegtorschütze Götze, “dass der Jakob uns am Ende im Spiel hält”. So war der einzige Treffer des Abends dem Neuzugang vorbehalten, der sich in der Essener Mannschaft “super aufgenommen” fühlt. Dass die Essener nach einem schwachen Saisonstart erst jetzt langsam Fahrt aufnehmen, hat für den 24-Jährigen einen einfachen Grund: “Wir sind, glaube ich, eine bisschen andere Drittliga-Mannschaft. Wir haben nicht diese Ochsen drin.” Essen müsse mehr über das Spielerische kommen und das sei der Mannschaft “heute ganz gut gelungen”.

Götze sieht weiter Verbesserungspotenzial


Dabei hätte der Sieg nach Götzes Geschmack sogar noch deutlicher ausfallen können: “Klar können wir da noch viel verbessern: ein, zwei Situationen besser ausspielen. Dann machen wir vielleicht noch ein zweites Tor.” Den über 15.000 Essen-Fans im Stadion an der Hafenstraße hat der knappe Sieg dennoch gereicht, um die Mannschaft nach Schlusspfiff gebührend zu feiern.


Fakt ist: Der Trend zeigt nach sieben Punkten aus den vergangenen vier Spielen nach oben bei RWE, die Mannschaft scheint in Liga drei angekommen. Und im Anschluss an die Länderspielpause haben Götze und Kollegen die Chance, die letzten kleinen Schönheitsfehler auszubessern und beim SV Wehen Wiesbaden die nächsten Punkt einzufahren, um sich weiter von den Abstiegsrängen zu distanzieren.



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