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Liebe Leserin, lieber Leser, die Zinsen steigen, die Aktien sind unter Druck, was also tun mit neuem Geld? Dennis Kremer und Dyrk Scherff aus unserer Wirtschaftsredaktion haben Tipps für junge Menschen, Paare und Rentner zusammengetragen, die bei der Entscheidung helfen sollen. Denn das Problem ist gar nicht so selten, wie man vielleicht glaubt: Wer auf einen Schlag einen größeren Geldbetrag bekommt, sei es aus Erbe, Abfindung oder einer Lebensversicherung, weiß erst mal nicht, was er damit machen soll. Die Kollegen haben deshalb Anlageoptionen für verschiedene Lebensphasen für einen Betrag von 10.000 Euro untersucht und in Musterdepots übersetzt. Sie umfassen Aktien, Anleihen, Immobilienfonds und Gold. Zum Beispiel für einen Berufsanfänger, 25 Jahre alt: Weil er noch jung ist, hat er viel Zeit fürs Sparen übrig. Für so lange Zeitspannen drängen sich Aktien auf. Wer Jahrzehnte Zeit zum Sparen hat, fuhr mit ihnen bisher stets am besten. Selbst wenn zwischenzeitlich Crashs die Gewinne zusammenschmelzen lassen, sind im Schnitt acht Prozent Rendite drin und zumindest nach 13 Jahren keine Verluste. Doch Vorsicht vor Einzelaktien, und auch die anderen Tipps sind im Wortsinn ihr Geld wert.

Themenwechsel von der finanziellen zur körperlichen Gesundheit: Blasenentzündungen plagen zahllose Frauen und Antibiotika verlieren zunehmend ihre Wirkung. Nun werden auch in der Forschung alte Hausmittel und vergessene Arzneien wieder erprobt. Umfragen zeigen: Jede zweite Frau erleidet in ihrem Leben mindestens einen Harnwegsinfekt, die meisten häufiger. Bei bis zu fünf Prozent gelten sie als chronisch rezidivierend – die Blase ist mehr als drei Mal im Jahr entzündet. Am häufigsten sind junge Frauen jenseits der Menopause betroffen. Bei Männern sind Harnwegsinfektionen viel seltener und treten meist erst im hohen Alter auf, wenn sich etwa die Prostata vergrößert und Urin in der Blase staut. Man geht davon aus, dass Frauen aus anatomischen Gründen häufiger erkranken, da ihre Harnröhre kürzer ist und der Ausgang nahe des Anus lokalisiert ist. Unsere Wissenschaftsredakteurin Johanna Kuroczik sagt Ihnen, was hilft, auch in der Vorbeugung. Viel Flüssigkeit zu trinken ist übrigens nie verkehrt, und ein Problem gibt es auch: Zahlreiche alternative Behandlungen werden von der Krankenkasse nicht bezahlt.

Konrad Schuller, einer unserer politischen Korrespondenten in Berlin, hat mit dem Historiker Timothy Snyder gesprochen. Der sieht Parallelen zwischen Wladimir Putin, Mussolini und Hitler. Er kritisiert Deutschlands Blick auf die Ukraine und erklärt, warum wir keine Angst davor haben müssen, dass Putin sein Gesicht verlieren könnte. „Gibt es etwas am russischen Staat, was heute nicht faschistisch ist?“, fragt Snyder in dem Gespräch: „Hier eine Liste von Merkmalen des Faschismus, die auf Russland zutreffen: Eins: Einparteienherrschaft. Zwei: der Kult des Führers. Drei: Kontrolle der Medien. Vier: Kult des Imperiums, seiner Toten und seiner historischen Unschuld. Fünf: Die Welt wird durch Verschwörungstheorien erklärt. Sechs: ein Ständestaat nach dem Vorbild von Mussolinis Italien, nur noch radikaler. Sieben: Vernichtungskrieg und Völkermord. Acht: ein Kult des Willens und der Tat. Russlands hybride Kriegsführung, diese Kombination aus Propaganda und Gewalt, kann als Triumph des Willens über die Realität gesehen werden. Und dann natürlich die Idee vom Feind. Der Ausgangspunkt des Faschismus ist der Begriff des Feindes, und der Feind Russlands, in Putins Sicht, ist der Westen. So hat Carl Schmitt das definiert: Politik heißt, zu bestimmen, wer der Feind ist.“ Und Schmitt war ein Ideologe des Nationalsozialismus. Timothy Snyder wiederum lehrt Geschichte an der Universität Yale. Sein Buch „Bloodlands“ ist ein Standardwerk über Osteuropa zwischen Hitler und Stalin.

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Ihr Carsten Knop
Herausgeber
Frankfurter Allgemeine Zeitung



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