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Baumgart: “Kann damit leben, dann können es die anderen auch”



Kölns Trainer Steffen Baumgart rotierte gegen Slovacko ordentlich durch. Zunächst schien sein Plan aufzugehen. Nach einem Doppelschlag der Gäste musste der Coach aber nachjustieren – dennoch war die gewählte Aufstellung “die richtige Entscheidung”.

Trotz einer Schwächephase nach der Pause gab es Applaus für die Mannschaft von Steffen Baumgart.


Trotz einer Schwächephase nach der Pause gab es Applaus für die Mannschaft von Steffen Baumgart.

IMAGO/Treese


Mit einer eiskalten Chancenverwertung nach Eckbällen schien eine ordentlich durchrotierte Kölner Mannschaft – unter anderem kam Nikola Soldo zu einem Debüt – in der Europa Conference League gegen 1. FC Slovacko mit 2:0 auf Kurs zu sein. Nach Wiederbeginn entglitt den Domstädtern aber das Spiel. 


“Ich verstehe jetzt auch nicht, was genau passiert ist”, sagte ein verblüffter Dejan Ljubicic, der später mit einem Doppelpack den 4:2-Sieg eintütete, nach der Partie bei RTL. Er und die Kölner waren schläfrig aus der Kabine gekommen und kassierten binnen drei Minuten den Doppelschlag – und den Ausgleich.

Beginn von Hälfte zwei für Baumgart schwer zu erklären


Auch Coach Steffen Baumgart tat sich mit der ersten Analyse erst einmal schwer: “Die ersten zehn Minuten zweite Halbzeit … fällt dann einem Trainer schwer zu erklären.” In Minute 59 reagierte Baumgart aber und brachte mit Timo Hübers, Ellyes Skhiri und Jonas Hector Erfahrung und Stabilität auf den Platz zurück. “Wir haben da keinen Zugriff gekriegt, durch die Wechsel wurde es dann besser”, erklärte Baumgart sein Nachjustieren.


Ein Fehler also, dass die erfahrenen Stammkräfte gegen den tschechischen Pokalsieger nicht von Beginn an gespielt hatten? Für den Coach nicht: “Wir haben eine lange Saison, wir haben eine junge Mannschaft, wir haben einen ausgeglichenen Kader und deswegen war die Entscheidung, so zu beginnen, die richtige.”

Baumgarts Vertrauen in sein Team


Und weiter: “Wenn ich einen breiten Kader habe und allen vertraue, dann muss ich das auch zeigen.” Baumgart tat dies, sein Team schien es ihm bis zum ersten Gegentreffer in der 49. Minute zurückzuzahlen, dann schwammen die Kölner aber mitunter ordentlich.


Für den 50-Jährigen ein ganz normaler Prozess, schließlich sei es klar, dass “der ein oder andere wachsen muss an solchen Aufgaben”, aber genau aus diesem Grund gibt es eben Einsatzzeiten “auch in schwierigen Situationen – und das ist unser Weg”.


Es werden also auch weiterhin “solche Wechsel passieren” – Baumgart “kann damit leben, dann können es die anderen auch”, und er richtete bereits den Blick auf das Wochenende. “Wir haben am Sonntag Bochum und das ist – das mag jetzt nicht jeder hören – wichtiger als alles andere davor.”


“Davor” war sein erstes Gruppenspiel im Europapokal – am ersten Spieltag hatte er gegen Nizza eine Gelb-Rot-Sperre absitzen müssen – als Trainer. Und das war einfach nur: “affengeil”.



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